Als Unternehmer und Ingenieur engagiere ich mich für eine nachhaltige Energiezukunft. Ich sehe jedoch, dass technisch-unternehmerisches Handeln von ökonomischen Rahmenbedingungen begrenzt wird - weshalb ich mich mit Wirtschaft & Gesellschaft befasse. 

 

In diesem Sinne steht ibee auch für "institute for balanced ecology & economy" :-) 

 

siehe auch Statements auf Politik-Plattform-Vimentis

 

Ab Mai 2019 sind meine gesammelten Erkenntnisse in Buchform erhältlich, unter dem Titel: 

 

Von der Energiewende zum Ende der westlichen Wirtschaftsdominanz

 

 

Preiswerte Solar- und Windkraft gefährden das Monopol fossiler Brennstoffe, auf dem der Wohlstand der USA und der europäischen Nationen basiert. Der Widerstand gegen erneuerbare Energien und Elektromobilität geht einher mit national-konservativen Defensive. Der Abstieg einer Nation beginnt, wenn die etablierten Kräfte stark genug sind, um schöpferische Zerstörung zu unterdrücken. 

 

Die Auseinandersetzung mit der Rolle der Energie in der Zivilisationsentwicklung und der Entstehung von Religion, Nationalstaaten und Kapitalgesellschaften soll dazu motivieren, mit vereinten Kräften Teil einer ausgeglichenen Welt zu werden. 

 

Limitierte Anzahl Exemplare erhältlich auf Anfrage.

Ökonomik

Bis 1870 war Ökonomie eher eine moralphilosophische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft als eine Wissenschaft (Jäger/Springer 2012). Adam Smith (Wealth of Nations, 1776) und David Ricardo (Principles of Political Economy and Taxation, 1817) haben die langfristige Wohlstandsentwicklung analysiert und die Kapitalakkumulation als wesentlichen Erfolgsfaktor evaluiert. Doch nachdem Karl Marx (Das Kapital, 1857) die negativen Seiten von Kapitalismus aufzeigt, waren neue ökonomische Theorien von Nöten, um die laufende Entwicklung zu rechtfertigen. Bei der neoklassischen Ökonomie geht es nicht um soziale Klassen oder Gerechtigkeit, sondern um eine Beschreibung des Verhaltens von Individuen. Der Homo Oeconomicus wurde proklamiert, und Angebot und Nachfrage werden mathematisch komplex in mikroökonomischen Modellen kalkuliert, womit ein Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben wird. Die theoretischen Modelle sind lediglich ein Versuch, Mechanismen der realen Welt zu erahnen und nachzubilden - so erklären heute die Ökonomen, weshalb das eine oder andere Konzept doch zu versagen scheint. Als der aufblühende Kapitalismus in den 1920er Jahren in der Weltwirtschaftskrise gipfelt, braucht es wiederum neue Ansätze. John Maynard Keynes bringt die Geldpolitik und Staatsausgaben ins Spiel, was die Ökonomen bis dahin vernachlässigten. Zur Finanzierung der Kriegsausgaben haben die Nationen den Goldstandard fallen gelassen; 1944 muss an der Konferenz in Bretton Woods ein neues Währungssystem erschaffen werden. Der Brite Keynes argumentiert für eine internationale Bancor-Währung, über welche alle Währungsraum-übergreifende Transaktionen abgewickelt werden sollen. Doch kaum ein Monat nach der Invasion der Amerikaner in Europa ist die amerikanische Verhandlungsposition stärker: Der US-Dollar wird künftig die Funktion der Leitwährung übernehmen. 1973 ist die theoretische Gold-Wert-Bindung vom US-Dollar jedoch nicht mehr haltbar war; seither sind Wechselkurse nur noch als relative Verhältnisse zu verstehen, ohne Edelmetall-Bezug, basierend lediglich auf das Vertrauen in die Rückzahlung der Kredite, aus denen die jeweilige Währung geschöpft wurde. Dieses "Fiat-Geld" ist nicht eine durchdachte Errungenschaft, sondern lediglich das, was nach dem Zusammenbruch vom Bretton-Woods-System übrig blieb. Vertrauen ist nicht schlecht - aber ist dieses "Geld" eine sinnvolle Messgrösse? Meter, Sekunden, Grad Celsius sind unbestritten definierbare Messgrössen. Eine Währung wie der Schweizer Franken oder US-Dollar hingegen ist weder global noch über die Zeit hinweg eine feste Messgrösse. Woran sollen sich ökonomische Modelle messen?

 

Teil 1: Geld - eine Glaubensfrage

"Geld" habe die Funktionen Wertmassstab, Tauschmittel und Wertaufbewahrung zu erfüllen. Wir erachten es hingegen als Mythos, dass es ein "etwas" gibt, das diese drei Funktionen erfüllt. "Geld" ist ein Mythos, den es nicht gibt. Wir müssen diese Funktionen differenziert betrachten. 

 

Teil 2: Kooperation oder Konkurrenz

Staat oder Markt - Kommunismus oder Kapitalismus - diese Frage hat das 20.Jahrhundert geprägt. Wo ist Kooperation sinnvoll, und wo Wettbewerb zielführend? Kooperation ist erfolgreich, wenn sie konkurrenzfähig ist. Interessant ist die Frage der Grenzziehung zwischen sich konkurrenzierenden kooperativen Einheiten - seien dies Unternehmen, Staaten oder Religionen

 

Teil 3: Einkommensungleichheit

Weshalb ist die Welt so ungerecht? Auf diese Frage haben Wirtschaftshistoriker durchaus Antworten gefunden. Ist eine ausgeglichene Welt realistisch und attraktiver als das Auskosten und Verteidigen von Ungleichheit? Die asiatischen Löhne gleichen sich jenen der USA und Europa an, doch wie lässt sich Einkommensungleichheit im Nationalstaat eingrenzen? 

 

Teil 4: Erneuerbare Energien für eine gerechtere Welt

Um "America First" zu halten, hätte man die Entwicklung erneuerbarer Energien noch konsequenter unterdrücken müssen. Mit begrenzten fossilen Rohstoffen ist eine ausgeglichene Welt utopisch. Erneuerbare Energie ist die einzig bezahlbare Kraft für eine breite wirtschaftlichen Entwicklung - fragt sich nur, wie der Westen diese Perspektive verkraftet. 

Von der Energiewende zum Ende der westlichen Wirtschaftsdominanz
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12 Thesen zu Glauben, Geld und Energie

1. Konkurrenz ist natürlich, Kooperation ist Kultur.

2. Die Einigung auf eine gemeinsame Ethik ist wichtiger als das Festhalten an alten Regeln.

3. Unterentwicklung entsteht, wenn ein etabliertes Regime stark genug ist, um schöpferische Zerstörung zu unterbinden.

4. Einkommensungleichheit ist von (nationalen) Währungsräumen geprägt.

5. Rendite ist zu erhoffen, aber Zins nicht zu erzwingen.

6. Hunger resultiert weniger aus Knappheit denn aus grossen Kaufkraft-Unterschieden.

7. Freier Markt funktioniert (nur) mit moralischen Gefühlen und persönlicher Haftung

8. Ein Sozialstaat kann/soll durch Tauschmittel-Schöpfung seine Infrastruktur finanzieren.

9. Freihandel ist zweckmässig, wenn damit Einkommensungleichheit ausgeglichen statt ausgenutzt wird.

10. Erneuerbare Energien sind zur Überwindung der historisch erkämpften Einkommensungleichheit notwendig.

11. Eine Welt mit reduzierter Einkommensungleichheit ist möglich und erstrebenswert.

12. Fossile Brennstoffe sind "teuflische Kräfte" - sie verführen zu übermenschlichen Kräften und machen die Welt (via Klimawandel) zur Hölle.

 

Stand Mai 2019

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